Currypulver: Schale mit der Mischung, dahinter die Zutaten Kreuzkümmel, schwarzer Kampot-Pfeffer, Chilipulver und Muskatnuss im Gewürzstudio-Beutel
Currypulver: Schale mit der Mischung, dahinter die Zutaten Kreuzkümmel, schwarzer Kampot-Pfeffer, Chilipulver und Muskatnuss im Gewürzstudio-Beutel
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Currypulver

Gewürzmischung

Madras-Art · zum Selbstmischen
33,26 €Du sparst 5 % (1,74 €) – Stufe 4 Beutel

inkl. MwSt.

Basis-Set – bitte mit eigenen Gewürzen ergänzen

4 von 13 Gewürzen sind bereits im Set enthalten. Bitte ergänze sie um Koriandersamen, Kurkuma, Bockshornklee, Ingwer, Senfkörner, gelb, Knoblauch, Kardamom, Zimt und Muskatblüte (Macis), um die Rezeptur für Currypulver herstellen zu können.

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Curry: die Mischung, die Indien nicht kennt

Currypulver im engeren Sinn gibt es in Indien nicht. Dort wird die Würze meist für jedes Gericht frisch komponiert. Das Pulver ist eine britische Idee: Es sollte das Aroma der indischen Küche mit wenig Aufwand nach Europa holen. Das erste englische Curryrezept erschien 1747 und kam noch mit Pfeffer und Koriander aus; 1784 bot ein Händler am Londoner Piccadilly erstmals fertiges Currypulver an. Das Wort selbst geht auf das tamilische kari zurück: Sauce.

„Madras“ verweist auf die Hafenstadt an der Südostküste Indiens, das heutige Chennai. Das standardisierte Madras-Pulver gilt als die kräftigere Spielart, mit mehr Pfeffer, Senf und Chili – und hat Curry weltweit bekannt gemacht. Industrielles Currypulver liegt dagegen oft monatelang gemahlen im Regal; seine ätherischen Öle verfliegen, übrig bleibt vor allem die Farbe – und Kurkuma, die in zu großer Menge muffig wirkt.

Ein Curry ist nur so frisch wie seine Saaten.

Die Aromenarchitektur

  • Koriandersamen, das Fundament (4 Teile): Blumig-zitrisch und warm-nussig. Koriander gibt der Mischung Körper und bindet die übrigen Gewürze zusammen.
  • Kurkuma, Farbe und Bindeglied (3 Teile): Erdig, holzig, mit feiner Bitterkeit. Kurkuma verbindet viele Gewürze und gleicht Kontraste aus; ihr Farbstoff Curcumin färbt Saucen goldgelb.
  • Kreuzkümmel, die Erde (2 Teile): Unser Bio-Kreuzkümmel aus Rajasthan bringt warme, nussige Tiefe – geröstet zusätzlich feine Röstnoten.
  • Bockshornklee, der Curryton (1 Teil): Sein Leitaromastoff Sotolon duftet nach Ahornsirup und Karamell und verleiht selbst kalten Speisen eine röstige, curryartige Note. In kleiner Menge nimmt er Chili und Kreuzkümmel die aufdringliche Spitze.
  • Schärfe in Stufen: Schwarzer Kampot Pfeffer, gelbe Senfsaat und Ingwer je 1 Teil, dazu je ½ Teil Knoblauch und Chilipulver von Peter Szabó aus Kalocsa. Gerösteter gelber Senf bringt eher nussige Wärme als Schärfe, getrockneter Ingwer eher Aroma als Brennen – Wärme in Schichten statt eines einzelnen Stichs.
  • Die süße Wärme (1¼ Teile): Kardamom ½ Teil, Zimt, Muskatnuss und Muskatblüte je ¼ Teil. Unsere Muskatnüsse kommen von der Kooperative Jeevagram in Kerala – höchste Handelsklasse, bei uns nochmals nach Gewicht und Erscheinungsbild sortiert.

Unsere Fassung ist bewusst ausgewogen: aromatisch und warm, mit spürbarer, aber nicht dominanter Schärfe. Wer es so feurig mag wie im britischen Curryhaus, erhöht den Chili-Anteil auf einen Teil oder mehr.

Einsatzgebiete

  • Currys: Hähnchen-Curry, Madras-Curry mit Tomate und Zwiebel, Gemüse- und Kichererbsencurry.
  • Britische Curry-Klassiker: Mulligatawny-Suppe, Kedgeree, Coronation Chicken.
  • Alltag: Currywurst-Sauce, Currymayonnaise, Eiersalat, Linsen- und Kürbissuppe.
  • Gemüse: Blumenkohl aus dem Ofen, Möhren, Bratkartoffeln.

Rösten, mahlen, mischen

Die ganzen Saaten – Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Senf, Pfeffer und Kardamom – röstet ihr trocken, bis sie duften. Beim Bockshornklee mildert das die Bitterkeit, solange er nicht verbrennt. Die Pulver bleiben außen vor: Kurkuma, Ingwer, Chili und Knoblauch würden in der heißen Pfanne verbrennen. Sie kommen mit Zimt und Muskat erst nach dem Mahlen dazu.

So entfaltet es sich

Currypulver gehört an den Anfang: kurz in Öl, Ghee oder Butter anschwitzen, bevor Flüssigkeit dazukommt. Das Fett löst Farbe und Aroma aus dem Pulver, denn Curcumin ist fettlöslich. Bleibt es zu lange zu heiß, dominieren die Röstnoten und die Farbe wird bräunlich – also nach einer knappen Minute mit Tomaten, Brühe oder Kokosmilch ablöschen. Anteile und Arbeitsschritte zeigt die Rezeptur; was nicht aus unserer Auswahl stammt, ergänzt ihr aus eurem Vorrat.

Erfunden haben es die Briten. Vollendet wird es in eurer Küche.

Rezeptur

1×Ergibt 5 EL + ¼ TL ≈ 38 g

1 Teil = 1 gehäufter Teelöffel · Gramm gerundet (ca. 2,5 g je TL)

So mischst du es

  1. Koriandersamen, Kreuzkümmel, Bockshornklee, gelbe Senfkörner, schwarzer Pfeffer und Kardamom ganz röstenPfanne ohne Fett, mittlere Hitze, 2–3 Minuten – bis es duftet, nicht bräunen
  2. Abkühlen lassen5 Minuten, sonst klumpt das Pulver
  3. MahlenMühle oder Mörser, fein
  4. Mit Kurkuma, Ingwer, Chili, Knoblauchpulver, Zimt, Muskatnuss und Muskatblüte mischenerst jetzt dazu – das braucht keine Röstung
  5. Ins Glas, Etikett draufdunkel und trocken lagern, mit Datum beschriften

Genuss-Empfehlung

Currypulver – Currys, Currywurst-Sauce, Linsen, Eier, Reis, Blumenkohl.

Länderküche

Indien: Currys, Currywurst-Sauce, Linsen, Eier, Reis, Blumenkohl

Kreuzkümmel_Gewürzstudio_Produktbild

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Schwarzer Kampot Pfeffer
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