
Für die Rezeptur für Glühweingewürz brauchst du Zimt, Orangenschale, Gewürznelken, Sternanis, Piment, Kardamom, Koriandersamen, Ingwer und Muskatblüte (Macis) – bitte nimm sie aus deinen Gewürzen.
Gewürzter Wein ist uralt. Die Römer kannten das Conditum paradoxum aus Wein, Honig und Gewürzen, das Mittelalter den Hypocras. Das älteste überlieferte deutsche Glühweinrezept stammt von 1843, den ersten Glühwein aus der Flasche gab es 1956. Heute ist Glühwein sogar gesetzlich definiert: Nach EU-Recht wird er aus Rot-, Weiß- oder Roséwein bereitet, hauptsächlich mit Zimt, Gewürznelken oder beidem gewürzt, hat mindestens 7 % vol – und Wasser hat darin nichts zu suchen.
Gemahlene Gewürze trüben den Wein und geben schnell Bitterstoffe ab. Unsere Mischung bleibt deshalb ganz: Zimtstangen, Sternanis, Nelken, Kapseln und Schalen geben ihr Aroma langsam und klar an den Wein ab.
Nicht mahlen, nicht kochen – nur ziehen lassen.
Zimtstangen brechen, Sternanis grob zerteilen, Nelken, Piment und Kardamom ganz lassen und alles mit Orangenschale, Koriander, Ingwer und Muskatblüte mischen. Je Liter Wein gebt ihr zwei Esslöffel in einen Teebeutel oder ein Gewürzsäckchen und lasst sie 20 Minuten ziehen; dann herausnehmen. Wichtig: Glühwein darf nie kochen. Alkohol siedet bereits bei rund 78 °C, und Überhitzung erzeugt eine dumpfe Kochnote. Die Lebensmittelüberwachung empfiehlt höchstens 70 °C. Gesüßt wird nach Belieben, etwa mit Honig oder Wildem Palmblütenzucker. Alle Anteile und Arbeitsschritte zeigt die Rezeptur; was nicht aus unserer Auswahl stammt, ergänzt ihr aus eurem Vorrat.
Warm, klar, duftend – und kein Grad zu heiß.
1 Teil = 1 gehäufter Teelöffel · Gramm gerundet (ca. 2,5 g je TL)
Glühweingewürz – 2 EL je Liter Wein oder Saft im Teebeutel 20 Minuten ziehen lassen, nicht kochen.
Weihnachten: 2 EL je Liter Wein oder Saft im Teebeutel 20 Minuten ziehen lassen, nicht kochen
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