
inkl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
1 × Schwarzer Kampot Pfeffer100 g
1 × Roter Kampot Pfeffer100 g
1 × Weißer Kampot Pfeffer100 gSchwarzer, roter und weißer Pfeffer stammen von derselben Pflanze: Piper nigrum, einer Kletterpflanze, die in den Pfeffergärten rund um Kampot im Süden Kambodschas wächst. Was sie unterscheidet, sind allein der Zeitpunkt der Ernte und die Verarbeitung danach. Genau deshalb ist dieses Trio eine Pfefferschule im Kleinen: dreimal dieselbe Herkunft, dreimal ein völlig anderer Charakter – und dreimal die Qualität, die für uns der Maßstab für Pfeffer ist.
Für den schwarzen Kampot Pfeffer werden die Körner sehr früh gepflückt, wenn sie an der Ranke noch grün-gelblich sind. Beim Trocknen in der Sonne setzt eine Fermentation ein: Enzyme oxidieren die Schale – ähnlich wie beim Tee – und färben das Korn schwarz. Danach wird von Hand verlesen. Eine Person sortiert pro Tag aus zehn Kilo Pfeffer durchschnittlich 20 % aus: unreife, kernlose oder befallene Körner. Was bleibt, ist unsere Premium Selection.
Für den roten Pfeffer bleiben die Früchte an der Ranke, bis sie sich rot färben. Weil an einer Rispe nie alle Beeren gleichzeitig reifen, trennen die Kleinbauern jede einzelne Beere von Hand ab. Sie gehören zu Farmlink, einer Initiative, die seit 2005 fairen Handel mit Pfeffer aus Kampot aufbaut. Ein kurzes Bad bei 42 °C bewahrt die Farbe, dann trocknen die Beeren in der Sonne. Fermentiert wird nicht – das würde das Rot zerstören. So bleibt der natürliche Fruchtzucker erhalten und schenkt diesem Pfeffer eine Süße, die unter Pfeffern einzigartig ist. Nicht zu verwechseln mit rosa Beeren: Die stammen von einer ganz anderen Pflanze und sind kein echter Pfeffer.
Für weißen Pfeffer werden reife Beeren geerntet und einige Zeit gewässert, bis sich das Fruchtfleisch löst. Übrig bleibt der helle Kern, der auf Netzen schnell und präzise in der Sonne trocknet. Genau dieser Schritt entscheidet über alles: Weißer Pfeffer, der zu langsam trocknet oder zu lange lagert, entwickelt jenen muffigen Fehlton, für den er oft verschrien ist. Unser weißer Kampot ist frei davon – klar, ätherisch und kraftvoll. Weil die Schärfe fast ausschließlich im Kern sitzt, ist er der direkteste der drei.
Mörsert von jeder Sorte ein paar Körner grob, gebt jede Sorte auf ein eigenes Stück Butterbrot und probiert in der Reihenfolge weiß, schwarz, rot. Erst riechen, dann kauen, dann nachschmecken. Ihr werdet staunen, wie weit die drei auseinanderliegen – und wie präzise ihr danach würzt.
Kaum ein Gewürz verliert gemahlen so schnell sein Aroma wie Pfeffer. Die flüchtigen Terpene, die nach Zitrus, Harz und Kräutern duften, verdampfen rasch, zurück bleibt die bloße Schärfe. Ganze Körner halten dagegen dunkel und luftdicht bis zu drei Jahre. Deshalb gilt: Für Schmorgerichte ganze Körner im Teebeutel mitziehen lassen, auf den Teller immer frisch mahlen.
Drei Farben, eine Herkunft – und ein neuer Maßstab für alles, was ihr Pfeffer nennt.
Melde dich zum Newsletter an, erhalte 5% auf die erste Bestellung und jede Menge Kochinspirationen.