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Za’atar ist im Arabischen der Name eines Krauts – und der Mischung, die nach ihm benannt ist. Gemeint ist meist Origanum syriacum, eine wilde Majoranart aus der Levante, deutlich aromatischer als europäischer Majoran und im Duft irgendwo zwischen Majoran und Oregano. Je nach Region tragen auch andere Lippenblütler den Namen: Thymbra spicata, Bohnenkraut oder der Kopfige Thymian. Reste von Thymbra spicata fanden sich sogar im Grab Tutanchamuns.
Die Mischung folgt einem einfachen Prinzip: das Kraut, Sesam, Sumach und Salz. Im Libanon wird sie durch viel Sumach dunkelrot, in Palästina kommt oft Kümmel dazu. Handelsware wird mitunter mit Mehl oder anderen Gewürzen gestreckt. Wir gehen den umgekehrten Weg: fast die Hälfte unserer Rezeptur ist reines Kraut.
Zatar wird nicht gemahlen. Den Sesam röstet ihr ohne Fett bei mittlerer Hitze drei bis vier Minuten, bis er goldgelb ist, und lasst ihn abkühlen. Den Thymian zerreibt ihr zwischen den Handflächen – fein, aber nicht pulverisiert. Dann alles mit Sumach und Salz mischen. Sumach röstet ihr nicht mit, denn Hitze würde sein fruchtiges Aroma vertreiben, nur die Säure bliebe zurück. Alle Anteile und Arbeitsschritte zeigt die Rezeptur; was nicht aus unserer Auswahl stammt, ergänzt ihr aus eurem Vorrat.
Für die klassische Paste verrührt ihr Zatar mit Olivenöl im Verhältnis 1 : 1 bis 1 : 2, streicht sie auf Fladenbrot und backt es kurz. In allen anderen Fällen kommt Zatar zum Schluss über das fertige Gericht – so bleiben Kraut und Sumach frisch.
Kraut, Säure, Röstung: drei Akkorde, ein Klassiker der Levante.
1 Teil = 1 gehäufter Teelöffel · Gramm gerundet (ca. 2,5 g je TL)
Zatar – Fladenbrot mit Olivenöl bestreichen und mit Zatar bestreuen; Labneh, Hähnchen, Ofengemüse, Salat.
Levante: Fladenbrot mit Olivenöl bestreichen und mit Zatar bestreuen; Labneh, Hähnchen, Ofengemüse, Salat
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